Verteilungsentscheidungen in der Gesundheitspolitik – Wer soll entscheiden und wie?

In der deutschen Gesundheitspolitik werden große Geldsummen verteilt. Gerade bei der Frage, welche Leistungen von den gesetzlichen Krankenkassen solidarisch finanziert werden sollen und welche eventuell nicht, drohen Verteilungskonflikte von besonderer Brisanz. Da in einer wertepluralistischen Gesellschaft ein Konsens darüber, wie eine gerechte Verteilung aussieht, nur sehr schwer zu erreichen ist, verlagert sich der Fokus auf die Frage nach einem gerechten Verfahren: Wer soll entscheiden – und wie? Was macht ein gerechtes Verfahren in der Verteilung von Gesundheitsleistungen aus? Wie sollte etwa ein Gremium, das über die Leistungskataloge der gesetzlichen Krankenkassen entscheidet, ausgestaltet sein, um als gerecht anerkannt zu werden?

Während die Auseinandersetzung mit dieser Thematik in der Vergangenheit weitgehend Experten und Politikern vorbehalten war, präsentieren nun Mainzer Bürgerinnen und Bürger ihre Perspektive: Welche Ansprüche haben Bürger, also die von den Entscheidungsverfahren unmittelbar Betroffenen, an ein gerechtes Verfahren und wie würden sie ein Gremium zur Bestimmung von Leistungskatalogen gestalten? Diese Fragestellung haben 20 Mainzer Bürgerinnen und Bürger an insgesamt vier Tagen im Rahmen der Bürgerkonferenz „Verteilungsentscheidungen in der Gesundheitspolitik – Wer soll entscheiden, und wie?“ diskutiert und ein Bürgervotum erarbeitet.

Als Vertreterinnen und Vertreter der Presse laden wir Sie herzlich ein zur

Präsentation des Bürgervotums
am Mittwoch, 2. Oktober 2013, um 17:00 Uhr
im Ratssaal im Rathaus der Stadt Mainz,
Jockel-Fuchs-Platz 1, 55116 Mainz.

An diesem Abend werden die Bürgerinnen und Bürger die Ergebnisse ihrer Arbeit vorstellen und das von ihnen erarbeitete Bürgervotum vor Vertretern aus Politik und Gesundheitswesen präsentieren.

Im Namen der teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger bitten wir, von eigenen Fotoaufnahmen während des Termins abzusehen. Entsprechendes Bildmaterial für Pressezwecke wird von den Organisatoren kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Organisiert wurde die Konferenz von einem Team um Univ.-Prof. Dr. Claudia Landwehr vom Institut für Politikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU).

Die Organisatoren stehen nach der Präsentation gern für Rückfragen zur Verfügung.

Wir freuen uns über Ihr Interesse an diesem Pressetermin und bitten um ANMELDUNG per Antwortfax unter www.uni-mainz.de/downloads_presse/antwortfax_buergerkonferenz.pdf oder per E-Mail an buergerkonferenz@politik.uni-mainz.de bis spätestens 30. September 2013.

Kontakt:

Bürgerkonferenz Mainz
Institut für Politikwissenschaft
Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU)
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-27711
Fax +49 6131 39-23729
E-Mail: buergerkonferenz@politik.uni-mainz.de
www.buergerkonferenz-mainz.de